Vorgeschichte

Stadtgeschichte

Im Jahr 1930 enstand die Stadt Leverkusen aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Wiesdorf, Rheindorf, Schlebusch und Steinbüchel. Im Jahr 1975 kamen Opladen, Bergisch-Neukirchen und Hitdorf hinzu.

Herausragender Stadtteil ist Wiesdorf, in dem Carl Leverkus und später die Firma Bayer ihre Farbwerke ansiedelten und die Entwicklung vorantrieben. Wiesdorf erhielt 1921 Stadtrechte, am 01.04.1930 wurde für die durch die Zusammenlegungen gewachsene Ansiedlung der Name Leverkusen festgelegt. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Territorium der Grafen von Berg, die Existenzgrundlage bildeten über Jahrhunderte Landwirtschaft und Fischerei. Dazu war Wiesdorf durch seine Lage am Rhein ein wichtiger Verladeort.

Die Anfänge der Industrialisierung liegen in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Bau wichtiger Eisenbahnlinien beschleunigten die Entwicklung und die Ansiedlung verschiedener Fabriken.

Stadtgeschichte

Entstehung Firma Bayer

1862 verlegt der Fabrikant Dr. Carl Leverkus seine Ultramarinfabrik von Wermelskirchen nach Wiesdorf.

1863 hatten Kaufmann Friedrich Bayer und Färber Friedrich Weskott in Wuppertal-Barmen die Firma Friedrich Bayer gegründet. 1866 verlegte man die Firma nach Elberfeld.

Das Jahr 1884 war bedeutsam für Bayer: Der Chemiker Dr. Carl Duisberg trat in die Firma ein, der später die Geschichte des Werkes maßgeblich bestimmen sollte. Er erfand neben anderen Farben das wertvolle Benzopurpurin. Einen weiteren Produktionszweig der Bayer-Werke bildete die Herstellung von Arzneimitteln und Kunststoffen. Das Unternehmen wuchs, die Ausdehnungsmöglichkeiten in Elberfeld waren bald erschöpft. Da erhielten die Firmeninhaber die Nachricht, dass Carl Leverkus Werksanlagen in Wiesdorf zu verkaufen gedenke.

Die Firma Bayer erwarb die Farbenfabrik und zusätzlich Land von Wiesdorfer Bauern. Carl Duisberg erarbeitete ein zukunftsorientiertes Modell, welches als ideales Beispiel einer Industrieplanung galt. Das Werk war bis 1900 in großen Teilen fertiggestellt.

Als wichtigste Aufgabe galt es, für die Arbeiter Wohnraum zu schaffen und qualifizierte Mitarbeiter an das Werk zu binden. Man begann 1895 mit dem Bau einer Arbeiterkolonie, einem Junggesellenheim und vor den Toren des Werkes wurden Beamtenhäuser sowie Villen errichtet. Zur Versorgung mit lebenswichtigen Gütern gründete man einen Konsumverein, das spätere Bayerkaufhaus.

Die Bevölkerungszahl in Leverkusen entwickelte sich von 5825 Einwohnern im Jahr 1860 auf 14.262 Einwohnern im Jahr 1900, 2100 davon arbeiteten in den Bayerwerken. Verantwortlich für alle Bauvorhaben des Werkes war die Ingenieurabteilung unter der Leitung von Ludwig Girtler.

Im Jahr 1912 wurde der Firmensitz nach Leverkusen verlegt.

In der Zeit vor dem 1. Weltkrieg entstanden auf dem Werksgelände die großen Repräsentationsbauten wie die Verwaltung, das Kasino, die Villa Duisberg, Hauptfeuerwache mit dem Pförtner 1, der Park und japanischer Garten.

Entstehung Firma Bayer